Höhn findet Ufers Energiesparbemühungen unterstützenswert

von Fabio Astuni

Der Wahlkampf für die Landtagswahlen läuft auf Hochtouren und auch die Grünen aus Hückeswagen waren am Wochenende aktiv. Zum politischen Frühstück wurde am Samstagvormittag auf den Wilhelmplatz eingeladen. Um einen "Stargast" hatte man sich ebenfalls bemüht: Die ehemalige Bundesumweltministerin und derzeitige stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bärbel Höhn, war gekommen, um den interessierten Hückeswagener Bürgern Rede und Antwort zu stehen.

Mit im Gepäck hatte sie das Thema Energiewende: "Man kann von erneuerbaren Energien sehr gut profitieren. Alleine die Bereitstellung des Grundstücks für eine Windkraftanlage bringt mindestens 50000 Euro im Jahr ein. Die Bemühungen von Bürgermeister Uwe Ufer in diese Richtung kann ich nur befürworten."

Derzeit läuft für die Region Oberberg ein Gutachten, in dem mögliche Flächen für Windkraftanlagen ausfindig gemacht werden sollen. Bürgermeister Uwe Ufer war auch anwesend und äußerte sich dazu: "Erst einmal müssen wir die Flächen haben und dann können wir weiter planen."

Höhn wurde nicht müde, die Notwendigkeit erneuerbarer Energien zu untermauern: "Wir müssen einfach weg vom Öl. Die Vorräte werden immer geringer und die Preise steigen immer weiter. Durch eine Energiewende lassen sich viele neue Arbeitsplätze schaffen."

Bärbel Höhns Kritik an "Schwarz-Gelb"

Deutlich machte dies Höhn an einem Beispiel: "Die hohen Heizkosten machen weniger gut verdienenden Familien zu schaffen. Eine moderne Wärmedämmung würde dem Handwerk mehr Arbeitsplätze und den Bürgerinnen und Bürgern niedrigere Heizkosten bescheren." Höhn setzt sich für entsprechende Finanzierungen ein und kritisiert dabei die Streichung der Photovoltaikförderung durch "Schwarz-Gelb".

Im Gespräch mit den Bürgern setzte sie sich mit weiteren Themen wie Schulpolitik oder Landwirtschaft auseinander. Die Grünenchefin der Hückeswagener, Shirley Finster, empfand die Aktion als gelungen: "Ganz wichtig war das das Wetter mitgespielt hat. Bei strömendem Regen wären sicherlich nicht so viele gekommen."

Es wurden Äpfel mit dem Aufkleber "Nahrung fürs Gehirn" und Broschüren über weitere anstehende Aktionen der Grünen verteilt. Am 2. Mai lädt man zum Dialog ins Kolpinghaus ein. Hier wird Friedrich Ostendorff, agrarpolitsicher Sprecher der Grünen, über die Agrarwende sprechen.

Am Samstag wurden die Bürger auch zum Mitmachen animiert. Jeder Interessierte bekam die Landesmittel in Höhe von 58 Milliarden Euro und konnte diese nach eigenem Ermessen auf die verschiedensten Bereiche verteilen.Die Ergebnisse werden in Kürze auf der Homepage der Grünen (www.gruene-hueckeswagen.de) veröffentlicht.