Hückeswagen

Schulstandorte: Sabelek verteidigt Beschluss

zuletzt aktualisiert: 21.06.2011

Hückeswagen (RP).Im Schulausschuss hatte es keine Begründung der Politiker zur Wahl der zukünftigen Schulstandorte gegeben; die gab's erst später und auf Druck der Öffentlichkeit (die BM berichtete). Seitdem wird in der Stadt heftig darüber diskutiert.

Vor allem die Eltern von Haupt- und Grundschülern können die Entscheidung der Politik nicht nachvollziehen. Der Standort für die neue Schule, in der Haupt- und Realschule aufgehen, wird das Gebäude der heutigen Realschule an der oberen Kölner Straße sein; ins Hauptschulgebäude an der Weststraße zieht der neue Grundschulverbund. Beides passiert allerdings nicht vor 2014. Grünen-Fraktionschef Egbert Sabelek nahm nun Stellung, warum seine Partei so entscheiden hat.

"Grundsätzlich muss man feststellen, dass beide Schulstandorte sowohl für die Verbundsgrundschule als auch für die künftige Stadtschule (...) hervorragend geeignet sind", schreibt Sabelek in seiner Pressemitteilung. Das klar strukturierte Hauptschulgebäude mache auch Grundschülern die Orientierung einfach. Beim Realschulgebäude sei das nicht der Fall.

Schulen auf lange Sicht gebaut

Mit Blick auf das Einzugsgebiet beider Schulen meint Sabelek: "Wenn man nicht aus dem Blickwinkel des neuen Baugebietes ,Weierbachblick' schaut – wir bauen Schulen für 30/40 Jahre –, sondern das ganze Stadtgebiet im Blick hat, muss man feststellen, dass die Einzugsgebiete gleichwertig sind."

Was das Argument "Stadtnähe" in Hinsicht auf die zukünftigen Grundschüler betrifft, schreibt er: "Die Entfernungsmessungen erfolgen bei vielen Personen je nach emotionaler Nähe sehr subjektiv (...)." Wenn man Entfernungen aber objektiv nach Metern messe, liege der Realschul-Standort sehr weit vom Stadtzentrum entfernt irgendwo am Stadtrand. "Der jetzige Hauptschulstandort ist sehr viel näher am Stadtzentrum als die Realschule (...)." Auch die katholische Kirche sei von beiden Schulstandorten gleich weit entfernt.

Der Schulbus bringt die Hauptschüler bis zu ihrer Schule, die Realschüler müssen vom Brunsbachtal bis zur Kölner Straße laufen. "Dies möchten wir eher den älteren Schülern zumuten."

Die Turnhalle am Hauptschulgebäude sei für den Grundschulverbund ausreichend, für die Stadtschule ist sie dagegen völlig unzureichend und es müsste ein Bustransfer zur Mehrzweckhalle organisiert werden. Vom Realschulgebäude ist die Mehrzweckhalle fußläufig zu erreichen, argumentiert Sabelek. Für die Grundschulen müssten beide Schulhöfe kindgerechter ausgestattet werden.

"Die Empfehlung ist richtig"

"Alle zu berücksichtigen Punkte sind also gleichwertig oder sprechen für die Stadtschule im heutigen Realschulgebäude und für die Grundschulen am heutigen Hauptschulstandort", betont Sabelek. Die Empfehlung des Schulausschusses an den Rat sei daher richtig.


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