Ein Platz für alle Generationen

 

VON NORBERT BANGERT - zuletzt aktualisiert: 19.10.2011

Hückeswagen (RP).Die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes war am Montag Thema bei der Mitgliederversammlung der Grünen. Sie regen an, dass der Platz so umgebaut wird, dass er von Hückeswagenern jeden Alters genutzt werden kann.

Der Bahnhofsplatz soll nach dem Wunsch von Politik und Verwaltung neu gestaltet werden. Die Grünen stellten jetzt Ideen vor, damit sich dort Hückeswagener jeden Alters aufhalten können. Foto: Hans Dörner

Die Politik in Hückeswagen ist sich einig: Der Bahnhofsplatz soll ein neues Gesicht bekommen. Doch wie soll er nun aussehen, der zentrale Platz am Fuße des Schlosses? Die Vorstellungen der Parteien und Interessengruppen gehen auseinander. Auch steht es in den Sternen, ob bis zum NRW-Tag 2013 überhaupt noch etwas passiert.

Nähere Informationen zum Stand der Dinge und weitere Gestaltungsideen gab es am Montagabend bei der öffentlichen Mitgliederversammlung der Grünen im Hotel Kniep. "Wir wollen einen Platz für alle Generationen", machte Vorsitzende Shirley Finster die Haltung der Partei deutlich. Der in diesem Zusammenhang benutzte Begriff "Mehrgenerationen-Spielplatz" könne, so gab die Politikerin zu, ein wenig irreführend sein. "Man muss sich da nicht ein eingezäuntes Areal vorstellen, wo in der Mitte Spielgeräte aufgebaut sind", präzisierte sie. Es gehe vielmehr um einen Aufenthaltsort, an dem sich Jung und Alt wohlfühlen.

Ideen für Bahnhofstraße

Für eine verkehrsberuhigte Bahnhofstraße, wie es nach dem Bau der (noch nicht realisierten) äußeren Ortsumgehung geplant ist, haben die Grünen einige Ideen. Hier eine Auswahl: beidseitiges Abbiegen auf die Islandstraße, Zone 30 (auch Peterstraße), Verbreiterung des Bürgersteiges in Höhe des Cafés Bauer, Zebrastreifen statt Ampelquerung am Wilhelmplatz, Bushaltestellen erhalten.

Als Fachleute hatten die Grünen die Hückeswagener Marcel Schäffer und Alfons Herweg eingeladen. Schäffer ist nicht nur Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der städtischen Jugendpflege in Hückeswagen und Honorarkraft des Jugendzentrums, sondern auch Familienvater. Der Sozialpädagoge Alfons Herweg ist Autor einer Diplomarbeit, die sich im weitesten Sinne mit der Schaffung einer kindgerechten städtischen Umgebung beschäftigt.

Kinder erobern sich ihr Areal

Schäffer machte zunächst auf die fundamentale Bedeutung eines Platzes für Kinder im Zentrum aufmerksam. "Es ist wichtig, dass sie im Alltag dabei sind und sich nicht irgendwo auf einem abseitigen Spielplatz befinden", sagte der gelernte Erzieher. Häufig reiche es, wenn der Platz eine kleine Mauer oder eine bekletterbare Statur hat. "Die Kinder erobern dann schon das Areal", war sich Schäffer sicher.

Befände sich dann rundherum noch entsprechende Gastronomie, sei auch die Aufenthaltsqualität für die Erwachsenen hoch. "Kinder können sich dann auf dem Spielplatz austoben und quengeln weniger beim Einkaufen. Und auch die Senioren schauen gerne zu", sagte der Familienvater.

Alfons Herweg wies auf die Bedeutung des Elementes Wasser hin. So habe es mal auf einem Spielplatz im Goethetal einen Wasser-Spielplatz gegeben. "Der wurde allerdings nach Beschwerden von Anwohnern schnell wieder zurückgebaut", erinnerte sich das frühere Ratsmitglied der Grünen. Wichtig seien aber Spielgeräte, die die Kinder animierten. Auch Herweg hält einen Mehrgenerationenplatz für das richtige Angebot im Zentrum.

Nicht noch ein Festplatz

Einig waren sich die Grünen, dass ein weiterer Festplatz, wie er im Gespräch war, auf keinen Fall benötigt wird. "Wir haben schon den Schlossplatz, den Etapler Platz und den Parkplatz am Aldi", betonte Ratsmitglied Gerrit Lotz.

Quelle: RP