08.07.2021

Nachgang Energietag 04.07.21 in Hückeswagen

Mit dem Energietag 2021 wurde, erstmalig in Hückeswagen, die Vielfältigkeit und die Zusammenhänge von Energie im täglichen Leben aufgezeigt. In Zeiten von  Klimadiskussionen hat die, als Gemeinschaftsveranstaltung der drei GRÜNEN Ortsverbände Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth initiierte und ausgerichtete, Infoveranstaltung gezeigt, dass Energie nicht nur Heizen und Strom bedeutet.    

Nach der planmäßigen Eröffnung um 11:00 Uhr durch Shirley Finster folgte ein Rundgang mit den drei Bürgermeister*innen und GRÜNEN Sprechern*innen der Ortsverbände. Bei sonnigem und trockenem Wetter konnten zunächst viele Besucher*innen begrüßt werden. Engagierte Fachleute und überzeugte, aktive Beteiligte zeigten Lösungen auf, welche oft nur vom Hörensagen bekannt waren.

Ob technische Lösungen für Wohngebäude oder alternativen zur Verkehrswende,  dazu die Wiederverwendbarkeit durch upcycling, die Instandsetzung von Gegen-ständen des täglichen Gebrauchs, sowie die Verwendung von Lebensmitteln nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit. Auch kleine Lösungen zur Reduzierung von Abfall wurden erläutert. Das Ziel: Auch mit kleinen Schritten einen Fortschritt, eine dauerhafte Verbesserung, zu erreichen.

Viel Zuspruch erhielten dabei die Klimaschutzbeauftragen, aus Radevormwald und Wipperfürth, deren Expertise gerne in Anspruch genommen wurde. Die Resonanz der mehr als fünfhundert Besucher*innen hat uns gezeigt, dass der Energietag 2021 von Bürgern für Bürgerinnen bewusst in Anspruch genommen wurde. Trotz des verregnetem Nachmittages haben bereits viele ein Interesse an einer Wiederholung bekundet.

Die Anregung den Energietag in den drei Städten jährlich rotierend zu veranstalten, wurde von den drei Bürgermeister*innen gerne übernommen. Die Fortführung der Initiative der GRÜNEN sollte dann in den Händen der drei Klimaschutzbeauftragten liegen.

26.06.2021

Energietag 04.07.21, Hückeswagen - Alte Ladestraße

Beim Energietag 2021, von Bürger für Bürger, sollen möglichst viele Informationen zum Thema Energie, energieabhängiger Produkte und umfangreiche Lösungen dazu vorgestellt werden. Auch wenn der Klimawandel ein globales Problem ist, können wir lokal was tun! Bei dieser gemeinsamen, regionalen Veranstaltung der drei GRÜNEN Ortsverbände aus Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth können Bewohnerinnen und Bewohner ihre Energiefragen stellen. Mit den gestiegenen Energiekosten suchen viele Menschen nach alternativen Lösungen zur Kostenbegrenzung. Dabei haben schon viele die Notwendigkeit einer CO² Senkung erkannt und jeder macht in seinem Umfeld einiges möglich und seien es nur kleine Schritte. Der individuelle CO² Fußabdruck gibt Aufschluss über die Potentiale. Wir wollen tagaktuelle Themen vorstellen, wo kommt der regenerative Strom der Zukunft, sei es nun aus Photovoltaik oder aus Windkraft, her. Oder Strom zum Heizen und Kühlen, sowie für die Elektromobilität mit verschiedenen Lösungsansätzen inkl. der erforderlichen Ladesäulen. Informationen zu Pellets und Wärmepumpen bilden die Eckpunkte für eine Alternative zur Verheizung fossiler Brennstoffe. Neben einer hochwertigen Gebäudedämmung gilt es die Grundlagen zur Beheizung für eine CO²-arme Zukunft zu entwickeln. Mit einer Energie- und Herstellerberatung lassen sich zukunftsfähige Lösungen aufzeigen und mit individuellen Fördermitteln gibt es vielfältige finanzielle Hilfsmittel dazu  Von Mülltrennung oder die Wiederverwendung ausrangierter Stücke der Einrichtung, vieles kann instandgesetzt werden oder findet einen neuen Nutzer. Der Umgang mit und die Verwendung von Rohstoffen wie auch die Weiterverwendbarkeit durch foodsharing oder Upcycling werden erläutert. Rohstoffe und Handel aus fernen Ländern beinhalten einen erheblichen Anteil an der weltweiten Erzeugung von CO². Alternativen sind regionale Produkte. Auch ohne eigenes Auto können Kurzstrecken mit dem Fahrrad, dem Carsharing oder im ÖPNV zurückgelegt werden. Auch hierzu werden Lösungen vorgestellt. Mit dem Forschermobil sollen auch die Kleinen die ENERGIEWELT spielend kennen lernen.

25.06.2021

Leihtaschen für die Stadtbibliothek

Im Hinblick auf den laufenden Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 ist uns aufgefallen, dass noch PVC-Banner aus dem Wahlkampf der Kommunalwahl 2020 vorhanden sind. Da Wahlwerbung bei uns zum größten Teil nachhaltig ist, sind das auch die einzigen Abfälle, die noch nicht sachgerecht entsorgt worden sind.

Wir haben uns entschieden daraus ein Upcycling-Projekt zu machen. Beim Upcycling werden i. d. R. Abfälle oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Ein ortsansässiges Unternehmen hat aus den alten Bannern Taschen gefertigt. Da auf Grund der nötigen Stückzahl die Reste nicht ausreichend waren, verarbeitete das Unternehmen auch Reste, die im eigenen Betrieb angefallen sind. Es gibt die Taschen in zwei Größen, 320 x 270 x 140 mm und 500 x 350 x 180 mm (B x H x T). Der Ortsverband Hückeswagen hat diese nun der Stadtbibliothek gespendet. Die Taschen können dann in der Bibliothek zusammen mit Büchern und anderen Medien ausgeliehen werden.

Wir haben noch weitere Taschen abzugeben, was gegen eine Spende für den Freundeskreis der Stadtbibliothek erfolgen kann. Bei Interesse bitte eine E-Mail mit dem Stichworte TASCHE an die Adresse ortsverband(at)gruenehueckeswagen.de senden.

23.06.2021

Ein Jubiläumswald für unsere Schloss-Stadt

Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit dem Regionalforstamt Bergisches Land die Waldfläche Erlensterz auf Wiehagen für das Projekt auserkoren. Neue Bäume sollten am besten dort gepflanzt werden, wo es schon einmal einen Wald gab. Dieses Waldstück hat sehr unter den Hitzesommern und der Borkenkäferplage der letzten drei Jahre gelitten, die dort entstandenen Fläche klafft wie eine Wunde im Wald. Unser Anliegen ist eine nachhaltige Wiederaufforstung durch einen Mischwald mit Bäumen, die mit den veränderten Klimabedingungen gut zurechtkommen. Helfen Sie uns einen attraktiven und ökologisch wertvollen Ort für Mensch und Tier zu schaffen. Verschenken oder spenden Sie einen Baum oder ein Paket mit Forstpflanzen, um sich aktiv an der Aufforstung zu beteiligen. Alle bis Ende Oktober gespendeten Bäume und Forstpflanzen werden im Herbst gepflanzt. Alle Bürgerinnen und Bürger, die beschenkt wurden oder gespendet haben, werden zu einem großen Pflanzfest im November eingeladen.

Weitere Informationen zu diesem
Projekt finden auf der Internetseite:

https://jubilaeumswald.de 

Foto: Jürgen Moll

02.06.2021

Die Ratsfraktion der Grünen sieht die Einführung der luca App in der Schloss-Stadt kritisch

(Die Bergische Morgenpost berichtete am 28.05.2021.)

Auch die Partei die PARTEI, die mit einem Mandat in der Fraktion der Grünen vertreten ist, hat erhebliche Bedenken.

Luca übernimmt die Kontaktdatenübermittlung an Betreiber von Bars, Restaurants oder Kulturstätten per QR-Code, und soll die bisherige 'Zettelwirtschaft' ersetzen. Die App der neXenio GmbH weist offensichtlich von Beginn an handwerkliche Mängel in der Programmierung auf. Funktionen, wie z. B. das automatische Übertragen von Daten in das SORMAS System der Gesundheitsämter werden zwar beworben, sind aber noch nicht richtig nutzbar, und bereiten den Ämtern bisweilen deutlichen Mehraufwand bei der Bearbeitung der Daten. Es ist fraglich, ob eine Firma die hauptsächlich durch mangelnde Sorgfalt im Umgang mit personenbezogenen Daten auffällt, der richtige Partner ist.

Die vom Robert Koch-Institut veröffentliche Corona-Warn-App, welche von der Bundesregierung beauftragt und finanziert wurde, bietet mittlerweile auch eine Funktion zur Besuchsregistrierung (per QR-Code bei Veranstaltungen ein- und auschecken). Die Corona-Warn-App basiert im Gegensatz zur luca App auf Technologien mit einem dezentralisierten Ansatz und speichert Daten nur lokal ab (Die Daten werden nur auf dem Smartphone gespeichert und nach 14 Tagen gelöscht.).

Wir hätten uns auch seitens der Verwaltung eine kritischere Auseinandersetzung mit der luca App und ihren vielen Schwächen gewünscht. Es wäre schön gewesen, wenn die Stadt dargelegt hätte, warum sie diese Lösung favorisiert, und welche Kosten ggf. damit verbunden sind.

21.05.2021

Wiehagen ist immer noch ohne Teststelle!

Der größte Stadtteil von Hückeswagen mit rund 6.000 Einwohnern hat noch immer keine Corona-Teststelle.

Aktuell gibt es vier Teststellen in Hückeswagen, die alle direkt nebeneinander liegen:
1. Bahnhofsplatz – Mobile Station (Bus)
2. Bahnhofstraße – leerstehendes Ladenlokal (ehem. Ritas Weinlädchen)
3. Wilhelmsplatz – Montanus Apotheke
4. Peterstraße – Oberbergische Apotheke (ehem. Hotel zur Post)

Und was ist mit Wiehagen, dem Stadtteil mit rund 6.000 Einwohnern? Dort gibt es bis heute keine einzige Teststelle! Die Ratsfrau Heike Mühlinghaus schrieb dem Bürgermeister dazu bereits am 26. April 2021 und forderte ihn auf, auch für Wiehagen eine Teststelle zu ermöglichen. Der Bürgermeister hat direkt Kontakt nach Gummersbach aufgenommen, um wenigstens den Bus für einige Tage auf dem Penny-Parkplatz zu holen. Bislang leider ohne Erfolg. Dabei gibt es auch weitere Möglichkeiten auf Wiehagen, die der Bürgermeister abgefragt hat. Hierzu hat er allerdings eine Absage aus Gummersbach bekommen. Dort ist man der Meinung, dass bereits genügend Teststellen in Hückeswagen vorhanden sind und Weitere daher nicht genehmigt werden. Bislang sind mehrere Telefonate zwischen den GRÜNEN und der Stadtverwaltung erfolgt. Immer wieder haben wir mit Nachdruck gefordert, dass endlich auch Wiehagen eine solche Testmöglichkeit erhält, denn wir sind uns sicher, dass aufgrund der Entfernung zur Innenstadt viele sich nicht testen lassen und das trägt zu einer hohen Inzidenz bei. Es schadet außerdem unseren Wiehagener Geschäften, die auf negative Corona-Tests angewiesen sind. Wir bleiben am Ball und lassen nicht locker. Wiehagen braucht auch eine Teststelle, und zwar so schnell wie möglich! Dies gilt natürlich für die komplette Zeit der Pandemie und nicht nur für ein paar Wochen.

10.05.2021

GRÜNE Oberberg fordern Umsetzung des Radverkehrsplans

Zur Vorstellung des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 durch Minister Scheuer nimmt der Kreisverband Oberberg Stellung:

Mit dem Fahrrad zur Arbeit, in den Urlaub radeln, Lasten per Rad transportieren - dafür braucht es eine sichere und lückenlose Radinfrastruktur. Sie ist auch die Voraussetzung, Menschen dafür zu gewinnen, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen, oder ganz auf das Auto zu verzichten.

Für  die Grünen spielt das Fahrrad, neben den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Elektromobilität eine zentrale Rolle, um der Klimakrise entgegen zu wirken. Der  Ausbau eines zusammenhängenden, sicheren Radwegenetzes, die Stärkung von Radpendlerverkehr und  Radtourismus und das Fahrrad im urbanen Lasten- und Wirtschaftsverkehr - das sind die Hauptpunkte des Nationalen Radverkehrsplans 3.0, der diese Woche in Berlin vorgestellt wurde.

Im Oberbergischen Kreis sind wir  weit davon entfernt. "Beispiele verfehlter Fahrrad-Verkehrspolitik sind bei den neuesten Strassenbauprojekten des Kreises zu bestaunen. Kreisverkehr Bielstein - kein durchgehender Radweg im Kreisel, K48 in Wiehl ohne Radweg auf der neuen breiten abknickenden Vorfahrt der Wülfringhauser Strasse. Die Sanierung der K 18 in Wipperfürth- auch ohne Radweg ", sagt Marc Zimmermann, Kreissprecher und Mobilitätsexperte der GRÜNEN Oberberg. Während sich eine Reihe von Kommunen in NRW und auch in Oberberg schon auf den Weg gemacht und mit Fördermitteln des Landes ihr Radwegenetz verbessert haben, verweigern die politisch Verantwortlichen im Kreis  die notwendigen Schritte. Ein Haushaltsantrag der grünen Kreistagsfraktion für eine mit 1,7 Mio ausgestattete Oberbergische Radwegeinitiative lehnte die CDU ab (Link). Ein Haushaltsantrag für Maßnahmen zur Verbesserungen der Radfahrersicherheit  wurde vom Gemeinderat Marienheide ebenfalls abgelehnt.

In Oberberg wollen die Grünen von den 81.000 Berufstätigen, die hier täglich im Nahbereich mit dem Auto pendeln, mindestens 30%  für das Rad begeistern. Doch die Entwicklung einer besseren Radinfrastruktur stagniert, obwohl Geld dafür vorhanden ist.  Nun müssen die Kommunen und der Kreis die erforderlichen Eigenmittel bereitstellen, um die Fördermittel von Bund und Land abrufen zu können. Die Grünen Oberberg fordern deshalb die politisch Verantwortlichen auf, die dringend notwendige  Klima- und Verkehrswende nicht weiter zu behindern und damit zu verzögern.

 

22.04.2021

Verlässliche Grundschule

Steter Tropfen höhlt den Stein. In diesem Sinne hat Constanze Werth – Ratsfrau der GRÜNEN – nicht lockergelassen. Was war der Grund? Die Schloss-Stadt Hückeswagen hat die OGS-Gebühren für die Monate Januar bis März an die Eltern zurückerstattet, und es blieb zunächst offen, was mit den gezahlten Gebühren für die 'Verlässliche Grundschule' geschieht, da auch hier die Leistungen wegen der Schulschließungen nicht erbracht werden konnten. Erst auf mehrfaches und hartnäckiges Nachfragen unserer Fraktion bei der Stadtverwaltung wurde nun erfreulicherweise erreicht, dass auch die Gebühren für die 'Verlässliche Grundschule' für Januar bis März vom Internationalen Bund an die Eltern zurückerstattet werden. Besonders jetzt, nach so vielen schwierigen Monaten in der Corona-Krise, ist dieser Gebührenverzicht durch den IB eine dankbare finanzielle Hilfe für die Eltern. Auch wir sagen DANKE an den Internationale Bund für diese Entscheidung!

03.04.2021

Grundsteuer B

Was ist die Grundsteuer B und wer zahlt sie?

Die Grundsteuer besteuert den Grund und Boden einschließlich der Gebäude. Gegenstand der Grundsteuer B sind Grundstücke mit Wohnbebauung, im Gegensatz zur Grundsteuer A = agrarisch, wo landwirtschaftlich oder fortwirtschaftlich genutzte Flächen besteuert werden.
Besteuert wird immer der Eigentümer, der von seiner Kommune eine jährliche Rechnung mit Quartalszahlungen erhält. Der Empfänger der Grundsteuer B ist die Kommune, also die Schloss-Stadt Hückeswagen.
Die Grundsteuer B fällt sowohl bei eigengenutzten Gebäuden, als auch bei vermieteten Immobilien an, daher kann der Vermieter als Eigentümer die Grundsteuer anteilig auf die Mieter entsprechend § 2 I Nr. 1 Betriebskostenverordnung umlegen. Der Umlagemaßstab richtet sich nach dem mietvertraglich vereinbarten Umlageschlüssel. Wurde nichts vereinbart, gilt nach § 556a BGB die Wohnfläche als Umlageschlüssel. Betroffen sind alle, auch die Unternehmen.

Wie ermittelt sich die Grundsteuer B?

Die für die Steuerberechnung maßgebenden Komponenten der Grundsteuer B sind Einheitswert und Steuermesszahl, sowie der Hebesatz der Kommune. Auf dem Bescheid steht dabei immer der Steuermessbetrag (= Einheitswert x Steuermesszahl). Der Einheitswert wird zum Zeitpunkt der Veranlagung festgelegt und ist dann für die Folgezeiträume maßgeblich. Die Steuermesszahlen betragen für Einfamilienhäuser bis 38.346,89 € Einheitswert 2,6%, für Zweifamilienhäuser 3,1%, für Eigentumswohnungen, unbebaute Grundstücke und Einfamilienhäuser über oben genanntem Einheitswert 3,5%.
Der Hebesatz liegt in der Verantwortung der Kommune/Gemeinde und bestimmt damit die Höhe der Steuer durch Festsetzung eines auf den Steuermessbetrag anzuwendenden Prozentsatzes. Dies ist der sogenannte Hebesatz.
Beispiel: Das Finanzamt hat den Einheitswert für eine Immobilie auf 30.677 € festgestellt und den Grundsteuermessbetrag auf 79,76 € (€ 30.677 x 2,6%) festgesetzt. Bei einem Hebesatz der Gemeinde für die Grundsteuer B von 698 % beträgt die jährliche Grundsteuer somit 556,72 €.
Maßgeblich für die Berechnung ist also der Einheitswert und natürlich später der Hebesatz der Kommune.
Einfluss auf die Höhe des Einheitswertes haben die Lage, die Bauweise und die Ausstattung der Immobilie. Je jünger das Gebäude, desto höher der Einheitswert, da in der Regel die Bauweise sowie die Ausstattung besser sind.
Die Hebesätze für die Schlossstadt Hückeswagen sind bis 2025 bereits festgelegt, da diese maßgeblicher Bestandteil des Haushaltsicherungskonzeptes sind.
Anbei die aktuellen Hebesätze der Schloss-Stadt Hückeswagen bis 2025:

Wie wirkt die Erhöhung des Hebesatzes auf mein Eigentum aus?

Bezogen auf den privaten Bereich (Eigenheim/Mietswohnung) wollen wir in einer kleinen Tabelle verdeutlichen, dass die Auswirkungen der Erhöhung des Hebesatzes im Rahmen liegen und monatlich eher im Cent-Bereich.

Was passiert ab 2025?

Der Bundestag hat im Herbst des vergangenen Jahres die Reform der Grundsteuer verabschiedet. Sie beinhaltet sowohl die Änderung des Grundgesetzes als auch das Grundsteuer-Reformgesetz.
Der Verband Wohneigentum NRW lehnt das Bundesmodell ab. Diskussionen hierzu sind in vollem Gange.
Die Grundsteuer wird in NRW – wie auch in den übrigen Ländern – erstmals im Jahr 2025 nach neuen Regelungen erhoben.
Hier wird der Immobilienwert eine entscheide Rolle spielen.

25.03.2021

Haushaltsrede (Ratssitzung vom 23.03.2021)

Egbert Sabelek (Fraktionsvorsitzender)

Hückeswagen hat eine starke Zukunft:
Die Flüchtlingskrise haben wir in Hückeswagen gut gemeistert, die Coronakrise wird absehbar in einigen Monaten, wenn das Impfen Fahrt aufnimmt, überwunden sein. Dann steht als gewaltige Aufgabe die Überwindung der Klimakrise vor uns:
Auch wenn der Bund auf die Klimakrise nur ängstlich und zögerlich reagiert, auch wenn das Land nur blockierend und lähmend wirkt, müssen wir hier in unserer Stadt Hückeswagen lokal, nachhaltig und effektiv unseren Beitrag zur Lösung der Klimakrise leisten. Hückeswagen soll gestärkt in die Zukunft gehen. Dazu wollen wir mit diesem Haushalt für diese Wahlperiode deutliche Akzente setzen. Die wollen wir zuallererst im Umwelt- und Klimabereich realisieren:
1. Eine Klimamanagerin oder ein Klimamanager soll ein Klimaschutzabkommen erarbeiten und Politik, Verwaltung und Bürger in Energie-, Klima- und Umweltfragen beraten.
2. Mit dem Lärmaktionsplan wollen wir unsere Bürger und Bürgerinnen vor übermäßigem und gesundheitsgefährdendem Lärm schützen.
3. Mit einem Energieinformationstag wollen wir die Bürger über nachhaltige Energienutzung beraten. Dazu brauchen wir viele Partner aus der Region.
4. Mit dem Klimavorbehalt in allen Vorlagen und Anträgen wollen wir den Blick auf Umwelt und Klima fokussieren.
5. Mit der Aufforstung von Flächen, wo durch die trockenen Sommer und den Borkenkäfer der Fichtenbestand vernichtet wurde, wollen wir einen ökologischen Jubiläumswald errichten. Damit sollen die Hückeswagener die Möglichkeit erhalten sich für ihre Jubiläen ein lebendiges Denkmal zu setzen. Gleichzeitig wird der vernichtete Wald wieder aufgeforstet.
6. Durch die Verbesserung des Radwegenetzes und der Radinfrastruktur soll der Umstieg auf nachhaltigere Verkehrsmittel erleichtert werden. Dies soll zusammen mit einer verbesserten ÖPNV-Struktur (Optimierung der Buslinie 336 und der direkte Anschluss mit dem Schnellbus nach Köln) begonnen werden und mit einem kostenlosen ÖPNV enden.
7. Auf den neuen öffentlichen Gebäuden (Löwengrundschule und Feuerwehrhaus) sollen Photovoltaikanlagen den Vorzug der nachhaltigen Energieversorgung demonstrieren. Der Weg zu einem CO2-neutralen Hückeswagen ist allerdings noch weit. Eine starke Zukunft für Hückeswagen heißt aber auch:
a) Erhalt und Erneuerung einer guten und attraktiven Schullandschaft in Hückeswagen. Mit dem Neubau der Löwengrundschule haben wir dazu einen wichtigen Schritt getan. Jetzt müssen wir mit der Sanierung der Montanus- und Realschule weitermachen, damit Unterricht in modernen, gut ausgestatteten und attraktiven Gebäuden gelingen kann. Dies wird uns viel Geld kosten, aber wir sollten diese Schritte für unsere Kinder und Enkel mutig angehen.
b) Die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Innenstadt soll durch den ISEK-Prozess gestärkt werden. Das Schloss soll zu einem neuen Veranstaltungsort in unserer Stadtmitte werden.
c) Die verstärkte Digitalisierung soll uns nicht  nur im Außenbereich und den Schulen weiterbringen.
d) Ganz wichtig ist hierbei der Erhalt unserer Infrastruktur: Ganz konkret meinen wir das Bürgerbad: Hier fordern wir eine schnelle Lösung für die Sanierung des Bürgerbades. In einer so wasserreichen Gegend ist es lebensnotwendig, dass jedes Kind schnell Schwimmen lernt. Für die DLRG, die Frühschwimmer, die ATV-Triathleten, aber vor allem die Schulen muss eine ortsnahe Training- und Übungsmöglichkeit bereitstehen. Wir brauchen dringend ein funktionierendes Bürgerbad! Zum Ende meiner Rede möchte ich noch betonen: Der Haushalt ist auf Kante genäht, wir haben finanziell nicht viele Spielräume, aber dafür setzen wir sehr viele Akzente und stoßen eine große Anzahl von Projekten an, für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Hückeswagen.

Deshalb werden wir diesem Haushalt zustimmen. Besonders wichtig ist für uns aber, dass wir in Hückeswagen zusammenstehen und gemeinsam und solidarisch die Corona- und Klimakrise überwinden. Hückeswagen hat eine starke Zukunft!

07.03.2021

Internationaler Frauentag 2021

Der Internationale Frauentag steht für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, das Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie sexuelle Selbstbestimmung.
Vor etwa 20 Jahren wurde Artikel 3 Absatz 2 in der Verfassung ergänzt. Neben der „einfachen Aussage“ Frauen und Männer sind gleichberechtigt wurde aufgenommen: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung tatsächlicher Nachteile hin.“
Aber noch immer gibt es viel zu tun: Lohngerechtigkeit, die Besetzung von Führungspositionen oder eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nur drei Beispiele, die zeigen: Der Kampf muss weiter gehen, damit der Auftrag unserer Verfassung endlich erfüllt wird.
Das Versprechen einer gleichberechtigten Gesellschaft ist lange noch nicht eingelöst.
Wie sieht es in den sogenannten Care-Berufen aus?
Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Kranken- und Altenpfleger*innen, Hebammen oder Erzieher*innen brauchen langfristig bessere Bedingungen: mehr Kolleg*innen, bessere Bezahlung durch Tarifverträge, kostenfreie Ausbildung und mehr Mitgestaltung bei den Arbeitszeiten.
Als Kranken- und Altenpfleger*innen, Hebammen oder Erzieher*innen arbeiten bis zu 80 Prozent Frauen – und das vielfach unter schlechten Bedingungen. Dabei stärken sie mit ihrer Arbeit nicht nur einzelne Personen, sondern ganze Familien und am Ende unsere ganze Gesellschaft.
Es ist Zeit für mehr Wertschätzung, mehr Förderung und mehr Aufstiegsmöglichkeiten!
Unterstütze und unterzeichne unseren Care-Appell zum internationalen Frauentag!
https://www.gruene.de/whocares

19.01.2021

Bürgerbad bleibt weiterhin geschlossen

Mit großem Bedauern haben wir von dem Schaden in der Dachkonstruktion des Bürgerbades und der möglichen, längeren Schließung erfahren.

Wir, die GRÜNEN, haben uns schon immer für den Erhalt des Bürgerbades engagiert, daher hat für uns nun die Sanierung des Bürgerbades oberste Priorität. Das Bürgerbad muss nach der Corona-Pandemie so schnell wie nur möglich wieder öffnen. Es ist für unsere Stadt Hückeswagen mit den vielen Gewässern (Wupper, Wuppertalsperre, Bevertalsperre, Stadtteich) besonders wichtig, dass alle Kinder bereits im Grundschulalter oder auch früher, beim Schulschwimmen oder in den DLRG-Kursen, schwimmen lernen. Darüber hinaus ist auch der Fitness-Aspekt, die Freizeitaktivitäten für Junge und Ältere und die Trainingsmöglichkeit für die erfolgreichen ATV-Triathleten von herausragender Bedeutung. Das ALLES darf nicht verloren gehen.

Danke gesagt werden muss hier für das außerordentliche Engagement den ehrenamtlichen Geschäftsführern, dem engagierten Personal und den Frühschwimmern, die als größter Verein Hückeswagens mit über 2.000 Mitgliedern seit 28 Jahren für den Erhalt des Schwimmbades kämpfen. Das erfolgreiche Betreiben des Bades durch die Bürgerbad gGmbH soll auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Daher sollte jetzt während der Schließung des Bades überprüft werden, ob es in anderen Bereichen des Bades weitere Probleme gibt, die es schnell zu lösen gilt. Das Bürgerbad sollte dann für die nächsten 20 Jahre fit gemacht werden, da unser Bad ein wichtiger Eckpfeiler in der Hückeswagener Infrastruktur ist. Hückeswagen braucht auch in der Zukunft ein Hallenbad, das sind wir unseren Kindern schuldig.

14.01.2021

GRÜNE spenden erneut in diesen außergewöhnlichen Zeiten

Nachdem die Ratsmitglieder sich im Sommer mit 3000 Euro an der städtischen Aktion 'Hilfe für Vereine' beteiligt hatten, wurde in der letzten Videokonferenz 2020 beschlossen, erneut einige Spenden zu tätigen.

Frau Hanni Turck, Kassiererin bei der 'Christliche Islandtafel e.V.', freute sich über die unerwartete Spende von 250 Euro und bedankte sich für die Wertschätzung der Arbeit der Tafel.

Die Schulfördervereine der fünf Schulen unserer Schloss-Stadt wollen in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung Bewegungsspiele und -geräte anschaffen. Um Gelder hierfür zu sammeln gab es einen Aufruf in der Zeitung mit Angabe des Spendenkontos. Wir GRÜNEN beteiligen uns gerne mit 500 Euro an dieser Aktion. Gerade in dieser ungewöhnlichen Zeit ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Spendenkonto der Stadtverwaltung bei der Stadtsparkasse: IBAN DE33 3405 1350 0034 1011 39 – Kennwort „Schulspende“.

Bedacht wurde auch der Verein 'Kultur-Haus Zach e. V.' mit einer Spende in Höhe von 300 Euro. Detlef Bauer, der Vorsitzende des Vereins, beschrieb Heike Mühlinghaus im Telefonat die finanzielle Situation des Vereins. Aktuell sind alle Veranstaltungen abgesagt, wann wieder welche stattfinden können, ist nicht absehbar, die Kosten laufen allerdings weiter. Daher ist die Spende eine erfreuliche Nachricht zum Jahresende, wozu sich Detlef Bauer im Namen des Vereins bereits bedankt hat.

„Ich habe mich sehr über die Spendenbereitschaft gefreut!“ bedankte sich auch Herr Michel Steffens, Vorsitzender des Fußballvereins 'RSV 1909 e.V. Hückeswagen', nachdem er erfuhr, dass wir 500 Euro von unseren Aufwandsentschädigungen für die Renovierung des Vereinsheims spenden wollen. Zusätzlich unterstützte jedes einzelne Ratsmitglied die Crowdfunding Aktion der Volksbank Hückeswagen. Denn für jede Spende, die einging, erhöhte die Volksbank den Betrag um weitere 5 Euro. Das Ziel vom 4000 Euro wurde erfreulicher Weise vor Ablauf der Aktion am 6. Januar durch die Unterstützung von mehr als 140 Spendern erreicht.

URL:https://gruene-hueckeswagen.de/ortsverband/archiv/2021/